Nun das Rezept "Nusszöpfchen"

By: mana21, 3 months

Nun das Rezept "Nusszöpfchen"

Jetzt wurde schon so oft nach meinem Nusszopf gefragt, deshalb möchte ich hier das Rezept meines gefüllten Hefezopf vorstellen, wobei es sich nur um eine Variante handelt, denn Füllungen gibt es ja wie Sand am Meer: Die Mengenangabe bezieht sich auf ein Pfund Mehl, denn gefüllt bäckt der Zopf so groß, dass er bei der doppelten Menge nicht mehr in den Backofen passen würde. Gefüllter HEFEZOPF 500 g gutes 405-er Weizenmehl (hängt viel vom Gelingen ab) 50 g Zucker 1 TL Salz 1/2 Würfel frische Hefe (Zimmertemperatur) 250 ml lauwarme Milch 80 g weiche Butter 1 Ei (Zimmertemperatur) Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und in einen Rührbecher gießen. Zucker und zerbröckelte Hefe dazu und alles zusammen so gut verrühren bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat. Ei dazugeben und alles zusammen gut verquirlen. Am besten kurz mit einem Zauberstab, ansonsten mit dem Handmixer. Diese Flüssigkeit in einem Schwung zum Mehl gießen, weiche Butter und Salz dazu und alles zusammen kräftig verkneten. Ein Vorteig ist nicht notwendig und auch nicht wünschenswert. So lange kneten bis der Teig elastisch und glatt ist. Von Hand etwa 10 Min., mit der Küchenmaschine entsprechend weniger. Mit einem feuchten Küchentuch (damit der Teig oben nicht antrocknet) abdecken und um das Doppelte aufgehen lassen. (Kann 2 Stunden dauern) Eine Backunterlage mit Mehl bestreuen und den gegangenen Hefeteig darauf geben und diesen von Hand nochmals durchkneten. Backblech mit Backpapier auslegen. Während der Teig geht wird folgende NUSSFÜLLUNG zubereitet: 150 ml Milch 150 g Zucker (man kann auch rohen Rohrzucker nehmen) 1 Päckchen Bourbonvanillezucker geriebene Schale einer unbeh. Zitrone 1 TL Zimtpulver 300 g oder mehr geriebene Nüsse (Mandeln oder Haselnüsse oder Walnüsse) Alles zusammen aufkochen und abkühlen lassen 1 Eiweiß und 2 ml Rum nach dem Abkühlen unter die Nussmasse rühren und beiseite stellen Das verbliebene Eigelb braucht man später zum Bepinseln. Wenn der Teig genügend aufgegangen ist wird er nochmals zusammengeknetet und auf einer Backunterlage rechteckig ausgerollt und zwar so, dass er etwa die Form des Backbleches hat. Dann bestreicht man den Teig mit der Nussfüllung und rollt ihn längs auf. Diese Rolle etwas mit Mehl bestäuben, damit sie nicht klebt wenn man sie behutsam auf das vorbereitete Backblech legt. Es empfiehlt sich unbedingt, die Hefeteigrolle diagonal aufs Blech zu legen. Jetzt wird es etwas schwieriger, aber nur für Anfänger. Nachher beherrscht man das Flechten wie aus dem FF. Mit einer Schere wird die Rolle längs in der Mitte durchgeschnitten. Ich mache das folgendermaßen: Ich beginne an einem Ende der Rolle und setze die Schere mittig an und beginne die Rolle zu teilen. Allerdings schneide ich nur bis zur Mitte der Rolle. Dann schlinge ich die beiden Hefezopfteile spiralenförmig umeinander. Dabei quillt Füllung heraus. Das ist richtig und soll so sein. Jetzt drehe ich das Blech einmal herum und schneide auch das andere Rollenende, bis zur Mitte, in zwei Hälften. Wiederum werden diese beiden, entstandenen Stränge spiralenförmig umeinander gewickelt. Jetzt sieht das Ganze sehr zopfähnlich aus. Natürlich muss man das nicht wie ich in zwei Etappen machen. Man kann die Hefeteigrolle auch auf einmal mitten durch in zwei Teile schneiden. Aber erfahrungsgemäß wird der Zopf gleichmäßiger, wenn man es wie oben beschrieben macht. Mit den Händen das Ganze noch etwas zusammenschieben, damit der Zopf schön diagonal auf dem Blech liegt. Das verbliebene Eigelb mit etwas Kaffeesahne, einer Prise Zucker und einer Prise Salz (damit es nicht schwarz wird beim Backen) vermischen und den Zopf damit einpinseln. Mit einem Silikonpinsel klappt das besonders gut. Keine Angst vor der Nussfüllung, die darf ruhig überpinselt werden. Während der Backofen auf 180° - 200° vorheizt, soll der Nusszopf noch etwas gehen. Dann schiebt man ihn in den Ofen auf die mittlere Schiene und lässt ihn etwa 45 Minuten backen. Je nach Backofen kann nach der Hälfte der Backzeit auf 180° - 160° heruntergeschaltet werden. Es macht nichts wenn der Zopf ein klein wenig zu fest bräunt, zumal die Nussfüllung dabei von außen etwas knuspriger wird. Nach dem Backen wird der Zopf sofort mit einer Zitronenglasur bepinselt. Es sei denn man bestäubt ihn lieber mit Puderzucker, dann muss man warten bis der Nusszopf abgekühlt ist. Für die ZITRONENGLASUR nimmt man ca. 1/2 Packung Puderzucker und verrührt diesen mit dem Saft einer Zitrone. Den Zopf kann man ruhig am Vorabend backen, da er wegen der Füllung nicht so schnell austrocknet. Im Gegensatz zum herkömmlichen Hefezopf schmeckt er sogar besser, wenn er nicht ganz frisch verzehrt wird. Um es wieder einmal zu betonen. Varianten sind immer möglich. Es gibt so viele verschiedene Füllungen, das sollte jeder selbst herausfinden, was er bevorzugt. Man kann auch noch Rosinen dazugeben (was mein Manfred so liebt, wenn sie besonders groß und in bömischen Rum eingelegt sind), oder grob gehackte Walnüsse, oder Cedratfrüchte, oder etwas Nelke oder Kardamom. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aus praktischen Gründen mache ich immer mehrere auf einmal, die lassen sich sehr gut einfrieren (nach auftauen schmecken wie frischgebacken). Da ist mein Liebling immer gut versorgt, wenn ihn der Heisshunger packt. Gutes Ausprobieren und Gelingen wünscht Marie

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